Alte europäische Kriegertugenden – Begegnung mit dem Schwert

Donnerstag um 13:00 - 15:00 Uhr
Kriegertugenden finden sich in historischen Quellen vielfach: Schriften über das Ritterideal. Werke zur mittelalterlichen Tugendlehre. Anweisungen in Fechtschriften.
Was bezweckten die Ersteller dieser Werke: Waren sie als Anleitung für ein geglücktes Leben gedacht? Zielten sie auf eine Erziehung zum gesellschaftsfähigen Menschen ab? Oder waren sie Mittel und Zweck eines Machtsystems, wie dem Feudalismus oder der Kirche?
Ausgehend von einem Impuls zu Angst und Mut wollen wir Bewegungsformen mit dem Schwert erlernen, die in alten Fechtbüchern aus dem 15. – 17. Jahrhundert beschrieben sind. Immer wieder streuen wir Anweisungen zur inneren Haltung mit ein und lassen diese parallel zur körperlichen Bewegung mit dem Schwert in uns arbeiten.
Zum Abschluss finden wir uns zu einer kurzen Diskussion zur Aktualität dieser Tugenden zusammen. Welche Ideen des Kriegerweges sind heute noch aktuell und brauchbar? Dabei teilen wir unsere Ansichten um gemeinsam ein tieferes Verständnis für Tugend und Ideal zu finden.
Ort: Stadl im Wald

Referent: Ingulf Popp-Kohlweiss

Ingulf Popp-Kohlweiss, geboren 1982, ist Haupttrainer von INDES Salzburg (Österreich) für Langes Schwert, Langes Messer, Dolch und Ringen in der Liechtenauer Tradition. Er startete sein Training mit dem Langschwert in 2002. Über die Zeit beschäftigte er sich auch mit anderen Waffen und inkludierte diese in sein Trainingssystem. Zusätzlich zu HEMA hat er viele andere Kampfkünste und Kampfsportarten trainiert: Modernes Sportfechten, Boxen, Jujitsu, Capoeira, Taijiquan, Kendo / Kenjutsu, MMA (Mixed Martial Arts) und andere mehr. Sein Fokus liegt auf Bewegung und die Fähigkeit komplexe Bewegungen in einer flüssigen und kontrollierten Art und Weise auszuführen ist zentral in seinem Training. Sein Training ist eine Kombination aus fokussierten sowie spielerischen Elementen und er ist überzeugt, dass dies ein guter Weg ist, um die Meisterschaft anzustreben.

Facebook