Das kooperative Gehirn

Sonntag um 19:00 - 21:30 Uhr
Einstein hat mal gesagt: Man kann ein Problem nicht mit den gleichen Denkstrukturen lösen, die zu seiner Entstehung beigetragen haben. Und ja, es scheint schon relativ klar: die Herausforderungen unserer Zeit drängen uns, unser Denken zu verstehen um in unserem Handeln neue Wege beschreiten zu können.
Und bei näherer Betrachtung kristallisiert sich dazu recht schnell heraus: Nicht Trennendes sondern Verbindendes muss da die treibende Kraft werden: Um wirklich gute, nachhaltig wirksame, lebbare Lösungen für unsere Problemstellungen zu finden, brauchen wir gemeinschaftliche Entwicklungen, Kooperation und ein konstruktives Miteinander. Dazu müssen wir natürlich selber kooperieren können. Als physiologische Grundlage bräuchten wir dazu Gehirne möglichst frei von den uns oberflächlich so geläufigen Verhaltensmustern Kampf, Flucht und sich-tot-stellen. Die entspringen eigentlich einem Stressniveau, das uns sozial und kreativ recht blöd dastehen lässt: unsere Gehirnaktivität zieht sich da mehr und mehr in den Gehirnstamm zurück, wo uns das Verhaltensrepertoire einer Eidechse zur Verfügung steht.
Was braucht es also, damit wir unser kreatives und kooperatives Potential auch in herausfordernden Situationen nutzen können? Wie müssen wir unser Umfeld und uns selbst gestalten, um gesunde Beiträge zu einer gemeinschaftlichen Entwicklung leisten zu können? Und reichen unsere Bereitschaft und unsere Fähigkeit zu Selbstreflexion aus um Probleme und Konflikte konstruktiv lösen zu können?
Ort: Raum 1.Stock

Referent: Klaus Seits

Klaus Seits, 42, verheiratet, Teil einer Patchwork Familie; selbständiger Unternehmensberater, Coach und Trainer, Original Play Spielleiter und Künstler mit offener Werkstatt; Wirtschaftsingenieur, systemischer Coach und Berater nach ECA, systemischer Organisationsberater nach SySt, reteaming Coach.
Er beschäftigt sich mit Themen der Resilienz für Mensch und Organisation. Und beschreitet dabei den radikalen Weg, in seinen Begegnungen und seinem Umfeld einen fortwährenden Spiegel zu sehen und daraus die notwendigen Anstöße für die eigene persönliche Entwicklung abzuleiten und in jeder Konsequenz wohlwollende Verantwortung dafür zu übernehmen – als Grundlage für die Fähigkeit ein kooperatives und konstruktives Miteinander zu leben.
Die Auseinandersetzung mit Vaterbildern, Männerbildern und Mannsbildern beschäftigen ihn seit der stillen Revolution im Elternhaus, der schleichenden Verweigerung der Wirtshausrhetorik und der über die Jahre gewachsenen und weiter wachsenden Reife in partnerschaftlichen und alltäglichen Beziehungen, in einfachen wie herausfordernden Situationen.
Wie kann man heut als Mann in Liebe wachsen und gleichzeitig offen in Veränderung und stark und sicher männlich sein? Um so das Wesentliche hervorzubringen, an den Kern des eigenen Seins heranzukommen und die eigene Identität innerhalb und über unsere Kategorien hinaus zu leben? In Beziehung und Vaterschaft, im Freundeskreis und im Beruf.
Facebook